Gemeinsam mit dem Künstler Birdman (Hans Langner) lädt Wiens mobiles Kinderhospiz und Kinderpalliativteam MOMO Geschwister, ab dem Alter von 5 Jahren, in das Atelier des bekannten Küstlers ein.

Wir schaffen gemeinsam einen Raum, in dem durch die Kunst Gefühle und Emotionen ausgedrückt werden können, über die Kinder vielleicht nicht sprechen können. Kreatives Schaffen kann auch wesentlich zur gesunden Entwicklung beitragen. Während der kreativen Prozesse können die Kinder Erlebnisse verarbeiten und durch das selber Erbauen, Erschaffen und Kreieren, ihr Selbstwertgefühl stärken. 

Bild: Kunstwerk einer Schwester; Entstanden im Juli 2018
Copyright: Kinderhospiz MOMO


Künstler Birdman (Hans Langner) im Interview mit MOMO

MOMO: Was hat Sie dazu bewegt, Ihr Atelier für MOMO & Geschwister von lebensverkürzend erkrankten Kindern zu öffnen?

Birdman: Generell bin ich jemand, der sehr gerne teilt. „Teile und finde dadurch das Ganze“ ist einer meiner Leitsätze. Es musste nur noch Jemand gefunden werden, mit dem ich es teilen möchte. Da ich selbst ein ähnliches Schicksal habe wie die Kinder, die von MOMO betreut werden - mein kleiner Bruder ist vor einigen Jahren verstorben - kann ich mich sehr gut in die Situation der Kinder und Jugendlichen hineinversetzen. Diesen Kindern möchte ich einfach Gutes tun, für sie da sein und Ihnen für einige Stunden Glück und Unbeschwertheit bescheren.


Foto: Atelier Birdman, Fotocredit: Ludwig Schedl

MOMO: Wie würden Sie die Zusammenarbeit mit den Kindern beschreiben?

Birdman: Die Zusammenarbeit mit den Kindern ist sehr frei und spielerisch, da ich eine große Auswahl von Materialien anbiete. Jeder Einzelne kann sich dann entfalten wie er möchte. Hiermit wird das selbstständige Arbeiten und die Entwicklung der eigenen Kreativität sehr gefördert. So wie ich es empfinde, kommen die Kinder sehr gerne zum künstlerischen Schaffen zu mir und fühlen sich bei und mit mir sehr wohl. Da mein Atelier eine künstlerische Gesamtinstallation ist, bietet es einen besonderen und unvergleichbaren Rahmen um sich kreativ zu entwickeln und um sich vom Umfeld inspirieren zu lassen.
 
MOMO: Was waren besondere Momente mit den Kindern?

Birdman: Aus meiner Sicht ist jeder Moment den wir gemeinsam in meinem Atelier erleben etwas sehr besonderes, da die Kinder dadurch Selbstvertrauen zu sich finden. Durch die regelmäßigen Treffen entwickelt sich die Kreativität jedes Einzelnen enorm. Sie bekommen dadurch Bestätigung, dass sie etwas gut können. Lob und Bestätigung ist aus meiner Sicht sehr wichtig, es stärkt und gibt Rückhalt. Ergänzend haben wir den Luxus, das wir in sehr kleinen Gruppen arbeiten, somit erhält jedes Kind die Aufmerksamkeit nach der es sich eventuell sehnt, und die es verdient hat.

Am Meisten freut mich jedoch wie heiter und ausgelassen die Kinder bei mir sind. Sie lachen während des Schaffens sehr viel - und dadurch ist eigentlich schon alles erfüllt.


Foto: Birdman, Fotocredit: Ludwig Schedl

MOMO: Was freut Sie an der Zusammenarbeit mit MOMO & den Besuchen?

Birdman: Ich bin sehr glücklich, dass ich mich für Momo entschieden habe. Das Team war von Anfang an sofort von meiner Idee begeistert. Meine Galeristin Nina Katschnig schätzt dieses Projekt auch sehr und unterstützt uns mit den notwendigen Materialien. Wir ziehen alle am selben Strang und sind liebevoll füreinander da.

MOMO: Was möchten Sie uns noch erzählen?

Birdman: Ich bin froh, dass das Projekt läuft und so gut ankommt und hoffe, dass es noch lange bestehen bleibt. Damit wir noch vielen weiteren Kindern Gutes tun können.

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