Ehrenamtliche Hospizbegleitung

Die speziell geschulten ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen begleiten als Teil des Palliativteams schwerstkranke Kinder und Jugendliche, gesunde Geschwister und andere wichtige Bezugspersonen psychosozial. Üblicherweise verbringen sie zwei bis drei Stunden pro Woche bei den Familien. Durch ihr Dasein, ihre Zuwendung, aber auch Flexibilität und Kreativität, Ruhe, Gelassenheit und Offenheit bringen sie Erleichterung in die Familien. Die hauptamtliche Ehrenamtskoordinatorin Mag. Elisabeth Steiner kennt die Wünsche und Bedürfnisse der Familien und kann so die Einsätze der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen gut koordinieren.

Trauerbegleitung: Das multiprofessionelle MOMO-Team steht betroffenen Familien in der Zeit des Abschiednehmens zur Seite. Wenn Angehörige über den Verlust des geliebten Kindes, Enkelkindes oder Geschwister sprechen und Gefühle teilen möchten, ist das MOMO-Team da.
Die erfahrene Seelsorgerin Doris Koller unterstützt die Familien auf Wunsch bei der Gestaltung des Begräbnisses, ganz unabhängig von der Religionszugehörigkeit. Die Klinische und Gesundheitspsychologin begleitet die Familien auch schon lang vor dem Tod des Kindes in ihrer Trauer, denn Trauer beginnt oft schon mit der Diagnose einer lebensverkürzenden Krankheit. Es werden gemeinsam Erinnerungen geschaffen – vor und nach dem Tod des Kindes.


Da sein, zuhören, Zuversicht und Trost spenden

Unsere Ehrenamtskoordinatorin Mag.a Elisabeth Steiner & unsere ehrenamtliche Seelsorgerin Doris Koller im Interview

Wie kann ich betroffenen Familien helfen?

Elisabeth Steiner: Im Gespräch mit dem erkrankten Kind, Geschwistern und Eltern eruiere ich Bedürfnisse und Wünsche. Nach einem ersten Kennenlernen zwischen Familie und HospizbegleiterIn wird schon klarer, was die Familie braucht, welche Ressourcen zur Verfügung stehen und, ob die beiden zusammenpassen. Die HospizbegleiterInnen besuchen die Familie meist einmal in der Woche und bringen ein Stück Normalität in ihren Alltag. Sie lernen und machen Ausflüge mit Geschwistern, hören zu, sind da, spenden Zuversicht und Trost. Ich stehe der Familie und den BegleiterInnen immer zur Verfügung, stehe ihnen auch in Krisen zur Seite und habe immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen.

Was ist das Besondere daran, für MOMO im Einsatz zu sein?

Elisabeth Steiner: Durch die regelmäßige Begleitung in gewohnter und vertrauter Umgebung lernen wir die Familie, ihre Geschichte und ihr Schicksal umfassend kennen. Wir kommen als Gast und sind zurückhaltend präsent. Wichtig ist immer zu spüren, was die Familie braucht, was passt oder was zu viel sein könnte.

Was waren besondere Momente in der Begleitung dieser Familien im letzten Jahr?

Elisabeth Steiner: Wenn ich ganz direkt den Alltag der Familie mitbekomme, sehe und spüre. Es war zum Beispiel sehr berührend, als mir ein Vater unter Tränen seine Situation schilderte und Vertrauen fasste, um über seine Gefühle, Sorgen und Ängste zu sprechen.

Über welches Ereignis habe ich mich im letzten Jahr sehr gefreut?

Elisabeth Steiner: Wenn Begleitungen gut gelingen und daraus ein schönes Miteinander wird. Der Start der sogenannten „Tandembegleitungen“ war ein Highlight im letzten Jahr.

Zwei ehrenamtliche MitarbeiterInnen besuchen eine Familie. Dadurch können die HospizbegleiterInnen noch kontinuierlicher da sein, verschiedene Schwerpunkte setzen und die Verantwortung teilen. Die Familienmitglieder haben mehrere AnsprechpartnerInnen und dadurch noch mehr Kontakt zur Außenwelt. Denn oft ist die gesellschaftliche Isolation betroffener Familien ein Thema.

Wie kann ich betroffenen Familien helfen?

Doris Koller: Ich kann mir für die Familien Zeit nehmen, zuhören, da sein, Sicherheit geben, mit ihnen den schweren Weg gehen, neue Wege finden, wenn sie möchten mit ihnen beten, Taufen und Begräbnisse gestalten – immer bedarfsorientiert. Ich bin katholische Seelsorgerin und schenke gerne Kindern und Familien meine Erfahrung und Zeit, begleite Sie auf ihrem Weg und bin für Sie da – unabhängig von Ihrer Religionszugehörigkeit.

Was waren besondere Momente in der Begleitung dieser Familien im letzten Jahr?

Doris Koller: Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Taufe eines schwerstkranken Kindes auf einer Intensivstation. Familie, Geschwister, Taufpaten, FreundInnen und das Klinikpersonal feierten und gestalteten dieses besondere Fest mit.

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